Hof Maiberg – Biohof im Baselland

Unser Hof entwickelt sich im Rhythmus der Natur. Durch Beobachtung und Erfahrung verbinden wir ökologische Prinzipien mit produktiver Landwirtschaft – im Einklang statt im Gegensatz.

Offene Schmetterlingsgärten 2026

Am Pfingstwochenende, von Freitag, 22. Mai bis Sonntag, 24. Mai, jeweils 14:00 – 18:00, haben Sie die Möglichkeit, unseren Naturgarten zu besuchen.

Heilkräuterkurse 2026

Erleben, riechen, schmecken: In unseren beliebten Heilkräuter- und Naturkursen lernen Sie Anwendungen für Hausapotheke & Küche – praxisnah, im hofeigenen Heilpflanzengarten kennen.

Bio-Wollschweine Fleisch jetzt vorbestellen

Zart, saftig, regional: Unser Bio-Wollschwein aus artgerechter Weidehaltung ist in beliebten Paketen verfügbar.
Jetzt vorbestellen – Menge begrenzt.


Philosophie unseres Betriebes

Ökologische Grundsätze mit einer produktiven Landwirtschaft zu verbinden sind keine Gegensätze – Im Gegenteil sie können sich ergänzen. In diesem Sinne ist es uns eine grosse Freude in und mit der Natur zu arbeiten.

Ackerbau

Getreideanbau hat bei uns einen hohen Stellenwert. Jede Ackerfläche bekommt einen Blühstreifen – für mehr Biodiversität.

So verbessern wir die Bodenqualität am Hof Maiberg:

Witterungsangepasste Bewirtschaftung, Vermeidung von Bodenverdichtung, Ausgeglichener Nährstoffkreislauf, Erosionsschutz, Förderung tiefer Durchwurzelung, Aktives Bodenleben stärken

Seit über 40 Jahren setzen wir auf humusfördernde Methoden, kontinuierliche Weiterbildung – und verzichten konsequent auf Pestizide und künstliche Düngemittel.

Biodiversität

Die Landschaft rund um den Hof Maiberg ist geprägt von einer Vielfalt an natürlichen Lebensräumen. Nach und nach entstehen Hecken, Büsche, Stein- und Asthaufen, Altgrasstreifen und Brachflächen, Wildblumen, Weiher und vieles mehr.

Immer mehr Wildtiere fühlen sich in dieser Umgebung wohl, sie finden Nahrung und Schutz.

Sehr interessant und eine grosse Herausforderung ist, Biodiversität mit einer produktiven Landwirtschaft zu verbinden.

Permakultur

Permakultur ahmt natürliche Ökosysteme nach und gestaltet Landwirtschaft als Kreislauf, in dem Boden, Wasser, Pflanzen, Tiere und Menschen zusammenwirken. Vorhandene Ressourcen (Quellen, Sümpfe, Felsen, Wälder, Gebäude) werden integriert – so entstehen kleinräumige Strukturen und Kleinklimate mit vielfältiger Nutzung.

Tiere spielen eine Schlüsselrolle: Auf Hanglagen ersetzt Futterbau den Acker; Rinder wandeln Gras in wertvolle Lebensmittel (Milch/Fleisch) und liefern Hofdünger, der die Bodenfruchtbarkeit erhält und aufbaut. Gleichzeitig pflegen die liebevollen „Mitarbeiter“ Flächen, z. B. durch Beweidung von Obstwiesen und Hecken.

Mutterkuhhaltung

Die Mutterkuhhaltung ist eine natürliche und artgerechte Tierhaltung. Obwohl die Mutterkuhhaltung in der Schweiz verbreitet ist, macht sie nur einen Anteil von 15% aus.
Das Kalb bleibt nach der Geburt bei seiner Mutter.

Vom Frühling bis zum Herbst verbringen die Mutterkühe mit ihren Kälbern die meiste Zeit draussen auf den Weiden.

Den Winter verbringen die Tiere im Stall mit Auslauf und werden mit hofeigener Grassilage und Heu gefüttert.

Obstbäume

Zahlreiche Obstbäume prägen das Bild auf den Wiesen und Weiden rund um den Hof. Viele sind alte, seltene Sorten und solche, die sogar auf der roten Liste stehen (Pro Specia Rara). Im Sinne der Permakultur wachsen die Bäume in Gemeinschaft mit einheimischen Wildobststräuchern, Haseln, Nussbäumen und Beerensträuchern. Der Anbau von Obstbäumen und Beerensträuchern erfüllt in unserer Permakultur mehrere Funktionen.


Die Pflanzen liefern vitaminreiche, gesunde Lebensmittel. Obstanlagen eigenen sich zudem sehr gut als Weiden für Tierhaltung und liefern mit ihrem Fallobst hochwertiges Futter für die Tiere, vorallem für die Schweine. In der Permakultur nimmt man nie alle Früchte für sich, sondern lässt auch den Tieren noch etwas übrig, sowohl den Haustieren, wie auch den Wildtieren.

Unsere Tiere als Kreislauf

Unsere Herden leben biologisch auf Weiden und in Mischflächen. Sie pflegen Obstwiesen, düngen Böden und schließen Nährstoffkreisläufe – im Sinne der Permakultur.

Shropshire Schafe

Das Shropshire Schaf ist eine alte Hausschafrasse aus England. Es ist sehr robust und anpassungsfähig. Seine Wolle ist für alle Arten von Bearbeitung hervorragend geeignet, ausser zum filzen.

Die Shropshire Schafe weisen eine einzigartige Eigenschaft auf: Sie verbeissen keine Koniferentriebe und keine Baumrinde, im Gegensatz zu den meisten anderen Schafrassen.

Deshalb werden die Tiere gerne zur Pflege in Weihnachtsbaumkulturen und Obstanlagen eingesetzt.

Bei uns halten die ruhigen und sympathischen Tiere das Gras zwischen den Bäumen und Sträuchern kurz und sind damit wichtige “Mitarbeiter” bei der schonenden Pflege unserer Obstbaumgärten und Naturlandschaften.

Limousin Rinder

Der Landwirtschaftsbetrieb befindet sich in der Umstellungsphase von der Milchwirtschaft zur Mutterkuhhaltung.

Für die Mutterkuhhaltung züchten wir Limousin Rinder. Die eher kleinen, ruhigen und umgänglichen Tiere sind sehr robust und auch an rauere Witterungsbedingungen angepasst. Sie zeichnen sich ausserdem durch ihre Langlebigkeit und eine sehr gute Fleischqualität aus.

Stiefelgeissen

Diese vom Aussterben bedrohte alte Nutzierrasse variiert in der Fellfarbe von hell-graubraun bis dunkel-rotbraun. Typisch sind die langen Grannenhaare auf dem Rücken und an der Hinterhand. Ihren Rassennamen haben die Tiere von ihrer meist dunklen Beinfärbung. Es gibt zwei Beinfärbungen, die «Schwarz-» sowie die «Braunstiefler».

Beide Geschlechter dieser mittelgrossen Ziegenrasse tragen eindrucksvolle Hörner. Stiefelgeissen werden gerne in der Landschaftspflege eingesetzt vor allem um der Verbuschung entgegenzuwirken. Mit der Haltung der Stiefelgeissen möchten wir einen Beitrag zur Erhaltung dieser schönen und robusten Tiere leisten.

Wollschweine

Die eigentliche Heimat des Wollschweins ist Osteuropa, wo es im 19. Jahrhundert aus verschiedenen Schweinen der Balkanregion gezüchtet wurde. Nach dem 2. Weltkrieg wurde es mehr und mehr von den modernen, schneller wachsenden Mastleistungsrassen verdrängt und wäre beinahe ausgestorben.

Heute sind die Bestände wieder leicht zunehmend. Mit ihren Borsten sind Wollschweine besonders kälteresistent und können das ganze Jahr im Freien gehalten werden. Dabei brauchen sie viel Platz zum Wühlen.

Die intelligenten, neugierigen Tiere haben einen gutmütigen Charakter und lieben es, gekrault zu werden. Da die Jungtiere regelmässig und langsam wachsen, ist ihr Fleisch von besonders guter Qualität mit hohem Wasserhaltevermögen und wenig intramuskulärem Fett.

Skuddenschafe

Skudden sind kleine und aufmerksame Heideschafe. Sie sind für ihren starken Herdetrieb bekannt und eher scheu.

Sie wurden nie auf Milch- oder Fleischleistung selektioniert, deshalb blieben ihre ursprünglichen Qualitäten wie Widerstandskraft und Genügsamkeit bestehen.

Weisse Skudden trifft man am häufigsten an, schwarze und braune sind seltener. Ihre Mischwolle mit langem Deckhaar eignet sich in der Verarbeitung besonders gut zum Filzen. Da die Tiere leicht und geländegängig sind, eigenen sie sich sehr gut für die Landschaftspflege in Naturschutzgebieten.

Hühner

Unsere bunte Hühnerschar besteht aus etwa 15 Hühnern von unterschiedlichen Rassen. Wir haben u.a. Brahmahühner, Orpingten und Schwedische Isbar. Diese Vielfalt macht uns viel Freude und beschert uns genügend Eier für die Selbstversorgung.